Judoka Bleona Rama holt bei U18-WM Silbermedaille
„Ich habe erst daheim in Österreich gecheckt, was ich da geschafft habe“, verrät Bleona Rama im Gespräch mit ASKÖ Aktuell nach dem bisher größten Erfolg in ihrer noch jungen Judokarriere. Schon im Juni setzte die Nachwuchshoffnung mit Platz drei bei der Jugend-Europameisterschaft auf Gran Canaria ein erstes Ausrufezeichen. In Guayaquil (ECU) setzte die Teenagerin noch einen drauf. Bei der U18-Weltmeisterschaft feierte sie in der Klasse „bis 63kg“ gegen die internationale Konkurrenz vier Siege am Stück und zog verdient ins Finale ein. „Vor allem in der zweiten Runde und im Halbfinale hatte ich sehr harte Kämpfe. Als ich es dann geschafft habe, habe ich erstmal einen lauten Jubelschrei losgelassen“, beschreibt die 17-Jährige ihre Emotionen direkt nach dem Kampf.
Finalgegnerin in Topform
Lange fünf Stunden musste Rama anschließend auf ihren Auftritt im WM-Finale warten, lenkte sich in der Zwischenzeit mit Whatsapp & Co ab und sammelte Energie mit einem Nickerchen. „Ein bisschen nervös bin ich immer vor Wettkämpfen, aber eigentlich ist es eher ein positives Kribbeln.“ Im Finale gegen Jolina Reinhold versuchte Rama ihre Kontrahentin mit Würfen aus dem Stand zu Fall zu bringen. „Das ist mir leider nicht so geglückt, wie ich wollte. Jolina war auch richtig stark an diesem Tag und am Ende hat sie verdient gewonnen.“
Traum von Olympia
Nach kurzer Enttäuschung über die Finalniederlage überwog mit wenigen Tagen Abstand die Freude über den U18-Vizeweltmeistertitel. „Nachdem ich wieder in Österreich angekommen bin, haben mir so viele Leute gratuliert und sich mit mir gefreut. Das ist ein sehr schönes Gefühl und motiviert mich für meinen weiteren Weg.“ Der Fokus der talentierten Judoka richtet sich bereits auf die nächste Altersklasse. So peilt Rama die Qualifikation für den U21-Europacup und weiters die Qualifikation für U21-Europa- und Weltmeisterschaften an. Das Rüstzeug dafür sei vorhanden, ist die Steyrerin überzeugt: „Ich bin technisch stark und habe ein gutes Gefühl dafür, was meine Gegnerinnen im Kampf vorhaben. Jetzt will ich weiter an mir arbeiten, um mir eines Tages meinen großen Traum zu erfüllen: eine Teilnahme an den Olympischen Spielen.“